
Im Jahr 2022 haben wir für das Bundesamt für die Sicherheit der Entsorgung radioaktiver Abfälle ein Projekt zu dem Stellenwert des Inventars radioaktiver Abfälle bei der Standortauswahl für ein Endlager (InvEnd) durchgeführt, dass wir 2023 auch auf der Safe ND-Konferenz in Berlin vorgestellt haben. Im Rahmen dieses Projekts haben wir ein Modell zur Ermittlung solcher Anforderungen entwickelt. Daraus haben wir eine Publikation geschrieben.
Wir freuen uns mitteilen zu können, dass unser Artikel über das konzeptionelle Modell zur Ermittlung der Anforderungen an das Inventar in den Annals of Nuclear Energy veröffentlicht wurde.
Der Artikel stellt ein Modell vor, das von Behörden und Abfallentsorgungsorganisationen in verschiedenen Stadien der Standortauswahlverfahren für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle genutzt werden kann. Es basiert auf den einschlägigen nationalen Rechtsvorschriften, aus denen die für die Durchführung von Sicherheitsbewertungen erforderlichen Bestandsparameter abgeleitet werden. Darüber hinaus berücksichtigt es die Datenunsicherheiten und die konzeptionellen Ungenauigkeiten der ausgewerteten Daten. Schließlich bewertet es die Sensitivität der definierten sicherheitsrelevanten Parameter und der relevanten Faktoren, was zu einer Priorisierung hinsichtlich der identifizierten Parameter führt. Das Modell ermöglicht es, mögliche Lücken zu identifizieren und somit den Optimierungsprozess anzugehen.
Vespa. B. Rauscher, F. Lehnen (2026). Conceptual model for the acquirement of the requirements for inventory data. Annals of Nuclear Energy, 237, 112484